Mann, bleib gesund!

Noch immer kümmern sich viele Männer zu wenig um ihre Gesundheit. Wie sieht es bei Ihnen aus? Kennen Sie Ihre medizinischen Risiken?


Mehr Alkohol, häufiger Krebs, früher Herzinfarkt: Männer leben riskanter als Frauen. Im Schnitt sterben sie etwa fünf Jahre früher. Ihre Lebenserwartung liegt bei etwa 78 Jahren (Frauen: 83 Jahre). Das liegt weniger an genetischen Einflüssen, wie früher häufig angenommen. Viele Faktoren haben Männer selbst in der Hand. Wer beispielsweise regelmäßig zur Vorsorge geht, erkennt nicht nur seine Risiken, sondern kann sie auch verringern.

Viel Sport, wenig Krebsvorsorge

Die gute Nachricht zuerst: Männer tun einiges für ihren Körper. Beim Thema Sport haben sie Frauen gegenüber die Nase vorn: Fast die Hälfte von ihnen treibt regelmäßig Ausdauersport (Frauen: 42,6 Prozent), etwa ein Viertel trainiert sowohl Kraft als auch Ausdauer.1 Auch das Bewusstsein für Gesundheitsthemen ist hoch: Knapp 47 Prozent der Männer wissen ausreichend bis exzellent Bescheid.2

Allerdings schaden sich mehr Männer als Frauen selbst durch Zigaretten- und Alkoholkonsum, Übergewicht und illegale Drogen. Dazu kommt: Männer nehmen seltener die Möglichkeiten der Vorsorge wahr. Die Folge: Mehr Männer als Frauen sterben an Krebs. "Die häufigste Ursache bei Männern ist Lungenkrebs, gefolgt von Prostata- und Darmkrebs."3 Das müsste nicht sein, denn Vorsorgeuntersuchungen tun nicht weh und sind weniger unangenehm, als viele denken.

Gesundheits-Check-Up: Der „TÜV“ für den Körper

Immerhin 45 Prozent der Männer gehen regelmäßig zum Gesundheits-Check-Up.4 Ab einem Alter von 35 Jahren zahlen die Krankenkassen diesen „Körper-TÜV“. Der Arzt untersucht Sie gründlich und überprüft die wichtigsten Blutwerte. Er erkennt damit die Risiken für Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- und Nierenerkrankungen sowie Diabetes und verordnet gegebenenfalls weitere Maßnahmen. Der Gesundheits-Check-Up gilt als eine der wichtigsten Vorsorgemaßnahmen für Männer und Frauen.

Was Männer noch tun können

Neben der Vorsorge können Männer noch einiges für ihre Gesundheit tun. Dabei ist es nicht nötig, akribisch jeden Ratschlag zu befolgen. Wer die Verantwortung für die eigene Gesundheit erkannt hat, hat den ersten und wichtigsten Schritt bereits getan. Ein vernünftiges Maß an Aufmerksamkeit für den eigenen Körper reicht in der Regel aus. Schließlich können eine ausgewogene Ernährung sowie regelmäßige Bewegung und Entspannung nicht nur das Leben verlängern. Immer mehr Männer erkennen, dass sie damit die eigene Fitness steigern und ihrem Körper einfach etwas Gutes tun.

Krebsvorsorge: Das zahlt die Kasse

Beim Thema Krebsvorsorge sind Männer zögerlicher als Frauen. Dabei lässt sich die einfachste Maßnahme zuhause selbst durchführen: Bereits ab der Pubertät sollten Männer einmal pro Monat ihre Hoden abtasten, um Veränderungen zu erkennen. Jungen ab 14 Jahren sollten über diese Möglichkeit Bescheid wissen, da Hodenkrebs vor allem bei jungen Männern auftritt und im Frühstadium gut heilbar ist. Die Selbstuntersuchung kann Leben retten.

Krebsvorsorge: Das zahlt die Kasse

Weitere Vorsorgeuntersuchungen übernimmt der Arzt. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für folgende Checks:

Ab 35 Jahren: Alle zwei Jahre Untersuchung zur Früherkennung von Hautkrebs. Dabei prüft der Arzt die Haut am ganzen Körper auf Veränderungen.

Krebsvorsorge: Das zahlt die Kasse

Ab 45 Jahren: Jährliche Untersuchung der Geschlechtsorgane zur Früherkennung von Prostatakrebs und weiteren Krebserkrankungen. Hierzu tastet der Arzt Geschlechtsorgane, Prostata und Lymphknoten ab und fragt nach dem persönlichen Befinden.

Ab 50 Jahren: Alle zwei Jahre ein Schnelltest auf verborgenes Blut im Stuhl zur Früherkennung von Darmkrebs. Alternativ können sich Männer ab 55 Jahren auch für eine Darmspiegelung alle zehn Jahre entscheiden.

Quellen

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung >
1 Finger, J. D., Mensink, G.B.M., Lange, C., Manz, K. (2017): Gesundheitsfördernde körperliche Aktivität in der Freizeit bei Erwachsenen in Deutschland. Journal of Health Monitoring 2017 2(2). Berlin: Robert Koch-Institut. 2 Schaeffer, D., Vogt, D., Berens, E., Hurrelmann, K. (2017): Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland. Ergebnisbericht 2016. Universität Bielefeld. 3 Statistisches Bundesamt. (2017). Todesursachen in Deutschland. Wiesbaden: Statistisches Bundesamt 4 Robert Koch-Institut (2015). Gesundheit in Deutschland 2015. Berlin: Robert Koch Institut.

Ihr persönlicher Ansprechpartner

Andreas Bruck
andreas.bruck@plus.aok.de
Tel.: 0351 41903-22184
Mobil: 01520 1570944

Anschrift:
Amalie-Dietrich-Platz 3
01169 Dresden

Sie möchten einen Beratungstermin?
Hier können Sie einen Termin vereinbaren.

Servicetelefon (24h)
0800 2471001 (kostenfrei)

Servicefax (24h)
0800 2471002-100 (kostenfrei)