Saisonale Krankheiten: So schützen Sie sich

Bestimmte Krankheiten treten je nach Jahreszeit besonders häufig auf. Woran liegt das und wie können Sie ihr Immunsystem entsprechend stärken?

Wetter und Jahreszeit als Krankheitsfaktoren

Viele Krankheiten halten uns das ganze Jahr auf Trapp. Es gibt aber einige, die nur zu bestimmten Zeiten besonders präsent sind. Das liegt vor allem an den saisonalen Bedingungen wie Ernährungsmöglichkeiten oder den Wetterverhältnissen. Das Immunsystem passt sich den wechselnden Jahreszeiten an und selbst der Vitamin-D-Haushalt schwankt je nach Jahreszeit. Laut Studien ändert sich sogar ein Viertel der Genaktivität unseres Körpers je nach Saison. Zusätzlich fühlen sich unterschiedliche Viren und Bakterien eher bei Kälte oder Wärme wohler. Das erklärt, warum wir in den Wintermonaten häufiger unter Krankheiten leiden, als im Sommer.

Von Grippe bis Heuschnupfen: Was hat wann Saison?

Grippeviren mögen die Kälte. So sind sinkende Temperaturen meist der Startschuss für Grippewellen. Auch für Noro- und Rotaviren ist genau dann Hochsaison – und diese Viren breiten sich rasant aus. Erkältungsviren sorgen ebenfalls bei niedrigen Temperaturen für Revolte: Husten, Schnupfen und Heiserkeit machen dann die Runde. Wird es wärmer, fliegen die Pollen. Viele haben dann mit Heuschnupfen zu kämpfen. Auch von Tieren übertragene Krankheiten sind dann vermehrt anzutreffen, wie etwa FSME oder Borreliose durch Zeckenbisse oder Läusebefall. Durch zu luftige Kleidung kommt es von Mai bis September auch häufig zu Blasenentzündungen. Ebenfalls gilt es, in den Sommermonaten genau aufzupassen, was man isst: Salmonellen lieben es warm. Sie vermehren sich explosionsartig und sorgen für Durchfall. Das gilt auch für Hausstaubmilben, die Allergiker besonders piesacken, wenn die Temperaturen nach oben klettern.

So schützen Sie sich vor Saisonkrankheiten

Verschiedene kleine Tipps und Tricks helfen, besser durch das Jahr zu kommen und dabei den saisonalen Viren und Bakterien ein starkes Immunsystem entgegenzusetzen. Damit kann man vielleicht nicht jeden Angriff abwehren, aber Beschwerden lindern und gesünder durch die Jahreszeiten kommen.

Immunsystem fit machen

Mit Vitaminen, viel Bewegung an der frischen Luft und ausreichend Schlaf macht man sein Immunsystem fit. Besonders in den kalten Wintermonaten wird das gebraucht, um den Grippe- und Erkältungsviren Stand zu halten. Vitamin C ist dabei ungeschlagener Spitzenreiter der Vitaminbomben gegen Bakterien, Pilze und Viren. Weil in der kalten Jahreszeit auch Vitamin D Mangelware ist, tankt man bei einem langen Spaziergang in der Sonne die Akkus wieder auf. Im Schlaf kann sich der Körper entspannen und regenerieren.

Auf Hygiene achten

Gründliches Händewaschen und auch das gewissenhafte Abspülen von Obst und Gemüse bei der Zubereitung waschen viele Krankheitserreger automatisch in den Abfluss. Handdesinfektion nach dem Besuch öffentlicher Sanitäranlagen hilft außerdem. Regelmäßiges Lüften und reinigen von Decken und Kissen hilft gegen Hausstaubmilben. Sollte man von Läusebefall betroffen sein, hilft auch vor allem waschen, reinigen und saugen aller Polster, Decken, Kuscheltiere und Kleidung, damit keine Laus überleben kann.

Auf die richtige Kleidung achten

So einfach, so wirkungsvoll: Ist es draußen kalt, schützt man sich mit warmen Kleidungsschichten vor erfrorenen Füßen und Kältezittern. Im Sommer sorgt luftige Kleidung ohne Synthetik für den optimalen Durchzug und ein angenehmes Milieu vor allem in den sensiblen Bereichen des Körpers. Auch trocken sollte die Kleidung sein – so haben Blasenentzündung oder Scheidenpilze keine Chance.

Medikamente und Impfungen als Unterstützung

Mit einer Grippeschutzimpfung kann man den ungeliebten Viren entkommen. Sie schützt zwar nicht unbedingt vor einer Infektion, lindert aber das Risiko schwerer Komplikationen. Auch Allergie- und Pollengeplagte können den Auswirkungen kaum entkommen – aber Nasensprays, Augentropfen oder Antihistaminika dämpfen die Überreaktionen des Körpers erheblich. Außerdem kann eine Hyposensibilisierung langfristig helfen.

Anzeichen ernst nehmen

Lernen Sie, auf Ihren Körper zu hören. Meist sind es kleine Anzeichen wie Schwindel oder ein Kratzen im Hals, die schon vor der sich anbahnenden Krankheit warnen. Mit einigen Hausmitteln können Sie wirksam erste Anzeichen bekämpfen und den Körper von innen stärken. Auch wichtig: Bleiben Sie tatsächlich zu Hause und kurieren Sie sich aus, falls die Krankheit doch ausbricht. So verschleppen Sie ihr Leiden nicht und helfen aktiv gegen die Verbreitung der Viren.

Ihr persönlicher Ansprechpartner

Andreas Bruck
andreas.bruck@plus.aok.de
Tel.: 0351 41903-22184
Mobil: 01520 1570944

Anschrift:
Amalie-Dietrich-Platz 3
01169 Dresden

Sie möchten einen Beratungstermin?
Hier können Sie einen Termin vereinbaren.

Servicetelefon (24h)
0800 2471001 (kostenfrei)

Servicefax (24h)
0800 2471002-100 (kostenfrei)