Entschleunigung

Mehr Ruhe in den Alltag bringen – diesen Wunsch haben viele Menschen. Die Suche nach einem entspannten Tempo für den Alltag ist aktueller denn je. Doch wie bekommt man den Spagat zwischen Terminen und Ruhe hin?

Frau mit Köpfhörer auf Wiese

Wenn der Lärm des Alltags uns gefangen nimmt

Termindruck auf Arbeit, unerledigte To-do-Listen, die Nachrichten berichten nur Unerfreuliches und durch die sozialen Medien erhalten wir ungefiltert noch mehr irrelevanten Input – nicht selten stellt sich in der heutigen Zeit das Gefühl ein, überrollt zu werden, keine Grenzen mehr zu kennen, Wichtiges von Unwichtigem nicht mehr unterschieden zu können. Im Strudel der Termine, Neuigkeiten und Eindrücke kommt das Verlangen, die Bremse zu ziehen und einfach mal langsam zu machen. Zu sein, ohne zu müssen. Die Balance wiederzufinden.

Der Rastlosigkeit ein Schnippchen schlagen

In einer schnelllebigen Zeit wird der Körper rasch müde und der Geist stumpf. „Burnout“ ist das Wort der Stunde, wenn die Pausen fehlen. Entschleunigung führt zu einem entspannteren, glücklicheren Alltag. Dabei ist eine Entschleunigung keinesfalls mit Faulheit zu assoziieren. Es ist keine verlorene Zeit, sondern gewonnene: Aufgetankt, neu erfüllt und im Gleichgewicht bekommen Körper und Geist neue Kraft und Energie für neue Taten.

Mehr Achtsamkeit, mehr Leben

Das Prinzip der Achtsamkeit stammt aus der buddhistischen Lehre. Gelassenheit ist hier ein entscheidender Grundgedanke. Also genau, was wir wollen! Um den Alltag zu entschleunigen, braucht es keine Seminare, Ratgeber oder Dauerurlaub. Es ist eine innere Einstellung, eine Entscheidung, die jeder selbst treffen muss. Ein paar Tipps und Tricks werden Ihnen helfen, den Weg von der Alltags-Autobahn zu einem stressfreieren Leben zu finden:

Hund auf Bett

Genuss wieder lernen: Essen

Während des Essens zu lesen, zu telefonieren, im Internet zu surfen oder fernzusehen – wir machen gerne viele Dinge gleichzeitig, um Zeit zu sparen. Nahrungsaufnahme wird so zur Nebensache, Aromen werden nicht wahrgenommen, das gehetzte Gefühl bleibt. Um auch diesen Sinn für Genuss wiederzuentdecken, konzentrieren Sie sich ganz bewusst auf das Essen. Und nur darauf.

Stopp sagen

Wenn alles zu viel wird: Stopp! Lassen Sie für ein paar Minuten alles stehen, atmen Sie tief durch und versuchen Sie, den Fokus wiederzufinden. Auch „Nein“ sagen will gelernt sein.

Auszeiten suchen und nehmen

Pausen sind wichtig. Ruhepausen sind Wellness für Körper und Geist. Eine Auszeit kann dabei vieles sein: Ein entspanntes Bad, ein Kurzurlaub oder ein Yogakurs. Diese Inseln helfen, die Akkus wieder aufzuladen. Auszeiten bedeuten für jeden etwas Anderes. Finden Sie Ihre optimale Ruhepause und gönnen Sie sich diese.

Einfach mal rausgehen

Frische Luft, ein kurzer Spaziergang, die Lunge und den Kopf frei bekommen – das kann Wunder wirken. Wichtig: Auch hier bleibt das Smartphone in der Tasche und wird ignoriert. Genießen sie die Natur und Ihre Umgebung mit allen Sinnen.

60 Sekunden: Der achtsame Augenblick

60 Sekunden Pause bringen 60 Minuten produktive Arbeitszeit. Geht nicht? Doch, ganz einfach: Eine Minute lang bewusst Atmen, den Sauerstoff in alle Körperteile pumpen, genussvoll trinken, die Wolken beobachten und jede Sekunde davon tief genießen. Und schon geht es mit Schwung weiter!

Nichtstun zelebrieren

Gar nicht so einfach, wenn jede Faser unseres Körpers es anders gewohnt ist: Müßiggang ausleben. Einfach mal nichts, aber auch gar nichts tun. Am Anfang scheint es schwer, die Ruhe auszuhalten – aber nur so finden wir den Weg in ein entschleunigtes Leben.

Wollen statt müssen

Schon mal nachgedacht, was Sie eigentlich wollen? Was wir müssen weiß jeder ganz genau: Im To-do-Listen schreiben sind wir Weltmeister. Aber was steht auf der Wollen-Liste?

Zeitfresser aufspüren

Wer seine Zeitfresser kennt, kann sie leichter eliminieren. Alle 5 Minuten E-Mails checken beispielsweise, oder putzen ohne ein Ende zu finden. Oft ärgert man sich lang über Diskussionen, macht sich sorgen über die Zukunft oder grübelt stundenlang darüber nach, was der Kollege wohl mit seiner Aussage genau gemeint hat. Das ist alles Zeit, die sinnvoller genutzt werden kann.

Lernen von den Kleinsten

Kinder sind Weltmeister der Entschleunigung. Sie leben ohne Termindruck und machen Dinge immer zu 100 %.  Sie leben den Moment und gehen voll darin auf. Bei jedem Spaziergang entdecken Sie Sachen, an denen wir schon lange achtlos vorbeigehen – Steine. Äste. Vögel. Lustige Wolken. Wenn wir wieder so für eine Sache brennen können, wie Kinder, dann haben wir es geschafft.

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