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22.01.2016

Sachsen: Weiterentwicklung des Krankenhauses Emmaus Niesky zum lokalen Gesundheitszentrum

Gemeinsame Presseinformation

von AOK PLUS,Sächsisches Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz und Ev.-Luth. Diakonissenanstalt Dresden e. V.

Am 1. Januar 2016 ist das Krankenhausstrukturgesetz in Kraft getreten. Es soll eine gut erreichbare Versorgung der Menschen vor Ort und hohe Qualität der medizinischen Versorgung durch Spezialisierung garantieren, gleichzeitig die Notfallversorgung stärken und für genügend Pflegepersonal am Krankenbett sorgen.

Ein Beispiel, wie dieses gesundheitspolitische Anliegen realistisch umgesetzt werden kann, haben schon jetzt die Ev.-Luth. Diakonissenanstalt Dresden e. V. und die AOK PLUS, die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen mit der Umgestaltung des Krankenhauses Emmaus Niesky auf den Weg gebracht. Das Krankenhaus, das 2015 von der Ev.-Luth Diakonissenanstalt Dresden e. V. übernommen wurde, bleibt erhalten. Der Standort wird darüber hinaus aber zu einem Gesundheitszentrum weiterentwickelt.

Das Krankenhaus mit 100 Betten, einem hohen Anteil an Notfallbehandlungen und in einer Region mit einem hohen durchschnittlichen Lebensalter der Bevölkerung wird – einem Konzept der AOK PLUS und der Ev.-Luth. Diakonissenanstalt Dresden folgend – sukzessive zu einem lokalen Gesundheitszentrum mit dem Krankenhaus Emmaus Niesky als Kernstück ausgebaut. Die stationäre Versorgung bleibt erhalten. Kapazitäten werden über mehrere Jahre an künftige Bedarfsnotwendigkeiten angepasst. Ambulante Strukturen werden aufgebaut. Damit sollen niedergelassene Fach- und Hausärzte dabei unterstützt werden, der sich abzeichnenden Unterversorgung im ambulanten Bereich zu begegnen.

Die ambulante Versorgung wird beispielsweise durch ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) am Krankenhaus sowie ein Patienteninformationszentrum zur Entwicklung eines qualitativ hochwertigen Entlassungsmanagements verstärkt.

Zielstellung ist es, künftig die Notfallversorgung in einer zentralen ambulanten Anlaufstelle  des lokalen Gesundheitszentrums sicherzustellen. Die Versorgung von Notfallpatienten wird durch die Kooperation des Kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes mit der Notfallaufnahme des Krankenhauses auf einem hohen Niveau erhalten.

Für das lokale Gesundheitszentrum Niesky soll ein neues Vergütungssystem zur Anwendung kommen, das vor allem die sektorenübergreifende Patientenversorgung anreizen soll.

„Wir wollen gemeinsam mit unseren Partnern in Niesky und Dresden einen Beitrag für die langfristige Sicherstellung einer hochwertigen und wohnortnahen Versorgung in der Region leisten,“ erläutert Rainer Striebel, Vorsitzender des Vorstandes der AOK PLUS als Kostenträger des Projekts und stellt deutlich heraus: „Bei Veränderungen in der Krankenhauslandschaft denken viele zuerst an Bettenabbau oder gar Schließung von Standorten. Das ist es eben nicht, was wir wollen. Niesky wird zeigen, dass gute medizinische Versorgung auch fernab der Ballungszentren organisiert werden kann, wenn sich die Akteure im Gesundheitswesen zusammentun, nach neuen Wegen suchen und im Interesse der Patienten vorhandene Ressourcen sinnvoll organisieren.“

Gesundheitsministerin Barbara Klepsch erklärt: „Wir werden auch in Zukunft eine bedarfsgerechte medizinische Betreuung durch Haus- und Fachärzte oder im Krankenhaus sicherstellen. Der demographische Wandel verändert die Ansprüche an die medizinische Betreuung. Deshalb brauchen kluge Ideen und Modelle, die eine Verzahnung von stationärer und ambulanter Versorgung ermöglichen. Das Vorhaben „Lokales Gesundheitszentrum Niesky“ ist dafür ein neuer und wichtiger Ansatz.“

„Mit dem Krankenhaus Emmaus Niesky stellen wir für die Bevölkerung in und um Niesky eine zuverlässige, qualitativ hochwertige und wohnortnahe Versorgung sicher“, führt Dr. Matthias Schröter aus. Der Verwaltungsdirektor der Ev.-Luth. Diakonissenanstalt Dresden e. V., die das Krankenhaus Emmaus Niesky betreibt, betont, dass dies nur mit einer guten Vernetzung zu den niedergelassenen Ärzten möglich ist.

„Damit verbunden ist aber auch die Herausforderung“, so Dr. Matthias Schröter weiter, „Antworten auf die Engpässe in der ambulanten Versorgung zu finden, die sich für die Zukunft abzeichnen. Das Projekt, in das wir die Ressourcen und Kompetenzen der Diakonissenanstalt Dresden einbringen können, ist ein Ansatz, die medizinische Versorgung im ländlichen Raum langfristig zu sichern.“


Ansprechpartner für die Medien:

Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz
Annett Hofmann
Tel.: 0351 5645615
Fax: 0351 5645614
Annett.Hofmann@sms.sachsen

AOK PLUS
Hannelore Strobel
Tel.: 0800 10590-11144
Fax: 0800 1059002-104
E-Mail: presse.sac@plus.aok.de

Diakonissen Anstalt Dresden
Victor Franke
Tel.: 0351 810-1027
Fax: 0351 810-1100
Victor.Franke@diako-dresden.de

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