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06.10.2015

Sachsen: Gemeinsame Presseinformation - AOK PLUS - Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen. und Kassenärztliche Vereinigung Sachsen

Stärkung der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Sachsen - AOK PLUS und Kassenärztliche Vereinigung Sachsen vereinbaren Vergütungsverbesserung für diesen wichtigen Bereich.

Kinder- und Jugendpsychiater werden wie jede Facharztgruppe in Sachsen aus einem gedeckelten Honorartopf vergütet. Dabei sind die Kinder- und Jugendpsychiater in Sachsen die einzige Facharztgruppe, für die es in weiten Teilen des Bundeslandes Sachsen noch eine Unterversorgung gibt.

Jeder neue Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, der sich niederlässt, muss aus dem gedeckelten Honorartopf vergütet werden, der den bereits niedergelassenen Fachärzten zur Vergütung zur Verfügung steht. In der Folge bekommen die Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie von ihren erbrachten Leistungen einen immer geringeren Anteil bezahlt. "Die Gerichte haben uns einen Riegel vorgeschoben, das Honorarvolumen durch Umverteilung anzupassen, wenn sich die Anzahl der niedergelassenen Ärzte in einem Fachgebiet ändert“, so der KV-Vorsitzende Dr. Klaus Heckemann.

Die AOK PLUS hat darauf positiv reagiert, indem sie den Fachärzten für Kinder- und Jugendpsychiatrie ab dem 01.10.2015 für ihre Versicherten einen Zuschlag für Gesprächsleistungen zahlt. "Die AOK PLUS ist sich als größte Krankenkasse in Sachsen ihrer Verantwortung gegenüber ihren Versicherten bewusst. Dazu gehört es auch, die Versorgung der jüngsten Versicherten mit seelischen Erkrankungen und Belastungen sicherzustellen. Wir wissen, dass die Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Sachsen eine sehr gute Arbeit leisten. Daher müssen wir dort stabilisierend eingreifen, wo Behandlungsangebote wegzubrechen drohen,“ erläutert der Vorstandsvorsitzende der AOK PLUS, Rainer Striebel.

Die Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie hoffen nun, dass sich im kommenden Jahr auch andere Krankenkassen einer solchen Vereinbarung anschließen werden.

"Wir werden dann mit der neuen Regelung bei jungen fachärztlichen Kollegen für die Niederlassung werben können“, so Vertreter des Berufsverbandes der Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie in Sachsen. "Arbeit gibt es genug.“   

Ansprechpartner für die Redaktion:
AOK PLUS:
Hannelore Strobel, Tel: 0800 10590-11144, Mail: presse.sac@plus.aok.de

Kassenärztliche Vereinigung Sachsen:
Dr. Ingo Mohn, Tel: 0351 8290671, Mail: presse@kvsachsen.de

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