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14.05.2013

Gesundheitsbericht mit den Fehlzeiten 2012 für Thüringen - Mit Betrieblichem Gesundheitsmanagement gegen hohen Krankenstand

Mit Betrieblichem Gesundheitsmanagement gegen hohen Krankenstand 

AOK PLUS investiert pro Jahr über 2 Millionen Euro in Gesundheit der Thüringer Wirtschaft - Mitarbeiter der AUGUST STORCK KG in Ohrdruf gesünder als Branchendurchschnitt

Die AOK PLUS hat heute (14. Mai 2013) in Erfurt ihren Gesundheitsbericht mit den Fehlzeiten 2012 für Thüringen präsentiert. Danach ist der Krankenstand bei AOK-versicherten Beschäftigten von 4,7 Prozent im Jahr 2011 auf 5,3 Prozent im Jahr 2012 gestiegen. Thüringen liegt damit über dem Bundesdurchschnitt von 4,9 Prozent.

Der Vorsitzende des Vorstandes der AOK PLUS, Rolf Steinbronn, machte in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass gerade diese Fehlzeiten für die Thüringer Wirtschaft mit erheblichen Kosten verbunden sind und die Gesundheitskasse hier eine hohe Mitverantwortung für Gesundheit trägt. „Wir investieren jährlich über zwei Millionen Euro in Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Wir geben mehr Geld als jede andere Krankenkasse für Prävention aus. Da leisten wir viel Überzeugungsarbeit gegen den Trend, denn unser Gesundheitssystem ist immer noch viel zu stark als Reparaturbetrieb aufgestellt und noch zu wenig präventiv unterwegs.“ 

Insbesondere sind die Ausfälle durch Atemwegserkrankungen und Muskel- und Skeletterkrankungen seit Jahren sehr hoch und damit auch ein besonders großer wirtschaftlicher Faktor für die Thüringer Unternehmen. Die Arbeitsunfähigkeitsfälle durch Atemwegserkrankungen liegen in Thüringen seit Jahren bei rund 20 Prozent (im Jahr 2012 waren es 19,9 Prozent) aller Krankschreibungen von AOK-Mitgliedern und die Muskel- und Skeletterkrankungen bei rund 17 Prozent (im Jahr 2012 waren es 17,1 Prozent). Betrachtet man die einzelnen Branchen der Thüringer Wirtschaft, so war 2012 bei den Banken/Versicherungen der Krankenstand mit 3,8 Prozent am niedrigsten und beim Verarbeitenden Gewerbe mit 5,9 Prozent am höchsten. In der Lebensmittelindustrie lag er sogar bei 7,1 Prozent.

Jeder Einzelne muss in die Lage versetzt werden, Kompetenz zum Erhalt seiner Gesundheit zu erlangen. Als Teil der Lebenswelt leisten auch immer mehr Unternehmen freiwillig dazu ihren Beitrag. Genau hier kann ein Betriebliches Gesundheitsmanagement helfen, perspektivisch den Krankenstand zu senken. Die AOK PLUS hat dazu Angebote, die bereits viele Unternehmen nutzen. So führte die AOK PLUS im Jahr 2012 fast 600 Aktivitäten dazu durch. Davon konnten mehr als 90.000 Beschäftigte in 258 Unternehmen profitieren. 90 Unternehmen davon erhielten eine detaillierte Analyse zu krankheitsbedingten Ausfallzeiten.

Aufruf zu mehr Betrieblichem Gesundheitsmanagement
"In erster Linie trägt natürlich jeder Einzelne die Verantwortung für seine Gesundheit, die man durch entsprechende Lebensführung und das Mitwirken an Vorsorgemaßnahmen an den Tag legt. Als wichtiger Teil der Lebenswelt können und wollen die Arbeitgeber dieses Bemühen auch entsprechend unterstützen“, bringt es der alternierende AOK-Verwaltungsratsvorsitzende (Arbeitgeberseite), Sven Nobereit, auf den Punkt.
Immer mehr Unternehmen begegnen den arbeitsbedingten Anforderungen und auch den veränderten Altersstrukturen im Unternehmen, indem sie ihre gezielte Personalarbeit durch ein betriebliches Gesundheitsmanagement flankieren. „Betriebliches Gesundheitsmanagement wird zunehmend zu einem Erfolgsfaktor der Thüringer Wirtschaft. Darauf hat die AOK PLUS sehr früh reagiert. Sie unterstützt Unternehmen seit vielen Jahren in diesem Bereich und bietet maßgeschneiderte Hilfen an“, so Nobereit weiter. Die AOK PLUS unterstützt betriebliche Prozesse der Gesundheitsförderung, vermittelt Handlungskompetenzen, hilft beim Aufbau von Netzwerken und wirkt bei Problemlösungen mit. „Diesem Ziel sehen wir uns auch zukünftig verpflichtet. Gemeinsam laden wir die Thüringer Unternehmen ein, diese Präventionsangebote verstärkt zu nutzen“, so Nobereit.

Die Angebote zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement der AOK PLUS
• Hilfe beim Aufbau eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements
• Ermittlung und Bewertung der Ist-Situation im Unternehmen
• Auswertung der Arbeitsunfähigkeitsdaten (datenschutzgerecht)
• Altersstrukturanalyse
• Mitarbeiterbefragung
• Analyse- und Entwicklungsworkshops
• Gesundheitszirkel
• Kurse zur Bewegung, Ernährung und Entspannung
• Hilfe bei einer ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung
• Demografieberatung
• Screening-Messungen
• Integration von Kooperationspartnern – Aufbau von Netzwerken

Alle Angebote werden individuell auf die jeweilige Situation im Unternehmen angepasst. Dadurch können optimale Ergebnisse erzielt werden. Ein gutes Beispiel dafür ist das Betriebliche Gesundheitsmanagement der AUGUST STORCK KG in Ohrdruf.

Mitarbeiter der AUGUST STORCK KG in Ohrdruf gesünder als Branchendurchschnitt
Dort nutzt man die Angebote des Betrieblichen Gesundheitsmanagements der AOK PLUS bereits seit 2010. Und zwar mit Erfolg.
Der Krankenstand bei der AUGUST STORCK KG ist von 2010 bis 2012 von 6,0 auf 5,7 Prozent gesunken. Im gleichen Zeitraum ist der Krankenstand in der Lebensmittelbranche in Thüringen von 6,4 auf 7,1 Prozent gestiegen. Bei STORCK ist also nicht nur der Krankenstand gesunken, sondern er ist auch besser als der Branchendurchschnitt. Der Personalleiter der AUGUST STORCK KG in Ohrdruf, Enrico Sachse, erklärt diesen Erfolg so: „Wir haben uns ganz bewusst für Betriebliches Gesundheitsmanagement mit der AOK PLUS entscheiden. Denn dort hat man die höchste Kompetenz. Das sind uns unsere Mitarbeiter wert. Für sie, ihre Gesundheit und die Gesundheit unseres Unternehmens haben wir so an der richtigen Stelle investiert.“
Seit 2010 haben rund 60 durch die Gesundheitskasse moderierte Workshops und Gesundheitszirkel/Projektgruppen im Werk Ohrdruf stattgefunden. Mittlerweile sind viele Mitarbeiter aus allen Teilen des Werkes einbezogen, auch Führungskräfte, Azubis, ältere Mitarbeiter und Behinderte. Die Ergebnisse reichen von  mehr als 200 umgesetzten Einzelmaßnahmen bis hin zu einem Großprojekt. Für gesündere Arbeitsabläufe wurden Vakuumhebehilfen, Ergomatten, Palettomaten, Wärmewesten und bessere Arbeitsschutzschuhe angeschafft. Die AOK PLUS hat 60 Rückencoaches ausgebildet, die jetzt als Multiplikatoren für rückengerechtes Tragen und Heben verantwortlich sind. Ebenso fanden Schulungen für Führungskräfte zu einer gesundheitsgerechten Mitarbeiterführung oder Gesprächsführung nach Krankheit statt.
„Wir haben ganz aktuell die Vereinbarung mit der AOK PLUS zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement bis zum Jahr 2015 verlängert“, so Enrico Sachse. „Unser Ziel ist eine gesundheitsgerechte Demografiestruktur im Werk mit Prävention und Eigeninitiative im Vordergrund. Denn Gesundheit hört nicht am Werktor auf.“

Ansprechpartner für die Medien:
• AOK PLUS:
Jürgen Frühauf
Tel: 0361 65 74 80021; Mail: juergen.fruehauf@plus.aok.de
• STORCK KG: Enrico Sachse
Tel: 03624 334-2340; Mail: enrico.sachse@de.storck.com

Medien und Downloads

Pressekontakt

Hannelore Strobel

Hannelore Strobel
Pressesprecherin

  • Telefon: 0800 10590-11144
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