AOK PLUS - Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen

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12.04.2017

Gesünder durch Prävention - AOK PLUS stellt Präventionsbericht 2016 vor

Insgesamt hat die AOK PLUS im Jahr 2016 rund 37 Millionen Euro für Prävention und Gesundheitsförderung ausgegeben, mehr als je zuvor (2015: 29 Millionen Euro). Das geht aus dem aktuellen Präventionsbericht hervor, der jetzt veröffentlicht wurde. Der Anstieg ist aber nicht nur auf den enormen Versichertenzuwachs zurückzuführen. Auch die Ausgaben je Versicherten sind von 10,43 Euro im Jahr 2015 auf 12,37 Euro im Jahr 2016 gewachsen.

Betriebliche Gesundheitsförderung - Erfolgsfaktor gesunde Mitarbeiter

Mit sechs Millionen Euro unterstützte die AOK PLUS die Betriebliche Gesundheitsförderung. Sie betreute insgesamt 1.059 Betriebe mit über 330.000 Beschäftigten. "Die Betriebe sind heute mehr denn je für das Thema Mitarbeitergesundheit sensibilisiert", sagt Dr. Stefan Knupfer, Vorstand der AOK PLUS. "Gutes Personal zu finden, wird immer schwieriger. Deshalb ist es für die Unternehmen umso wichtiger, die Beschäftigen ans Unternehmen zu binden und gesund in die Rente zu bringen. Betriebe, die die AOK PLUS deshalb um Unterstützung anfragen, rennen damit bei uns offene Türen ein."

Von der Maschinenbaufirma über den Einzelhandel, Kranken- und Altenpflegeeinrichtungen bis hin zum Kulturbetrieb reicht das Spektrum der Unternehmen, die bereits erfolgreich mit der sächsisch-thüringischen Gesundheitskasse im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung zusammengearbeitet haben.

Mit einem neuen Gesundheitsbonus, den die AOK PLUS zum 1. Januar 2017 in ihre Satzung aufgenommen hat, setzt sie zugleich zusätzliche Anreize für die Betriebliche Gesundheitsförderung. Der Bonus kommt sowohl Arbeitsgebern als auch Arbeitnehmern in den Firmen zugute, die gemeinsam mit der AOK PLUS ein Betriebliches Gesundheitsmanagement etablieren.

Zusätzlich zur individuellen Begleitung der einzelnen Betriebe engagieren sich die AOK-Experten auch für den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung der Firmen untereinander, um gemeinsam Ideen für eine bessere Mitarbeitergesundheit zu entwickeln. Schließlich verursachen krankheitsbedingte Fehlzeiten sowohl für Unternehmen als auch für Krankenkassen und die Volkswirtschaft insgesamt erhebliche Kosten. In Deutschland betrugen sie 2015 nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ca. 113 Mrd. Euro. Hinzu kommen organisatorische, soziale und persönliche Belastungen. Mit ihrem großen Mitgliederbestand sieht sich die AOK PLUS deshalb in der Pflicht, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der erwerbstätigen Menschen in Sachsen zu fördern.

Aus evaluierten Projekten geht hervor, dass der sogenannte Return of Invest bei 1:2,7 liegt, d. h. jeder Euro, der in die Gesundheit der Mitarbeiter investiert wird, ergibt rechnerisch einen Gewinn von 2,70 Euro.


Nichtbetriebliche Lebenswelten – früh die Weichen für die Gesundheit stellen

Auch in den sogenannten nichtbetrieblichen Lebenswelten, also in Familien, Kitas, Schulen und Kommunen, baute die AOK PLUS ihr Engagement weiter aus und investierte insgesamt 6,2 Millionen Euro. "Die Weichen für die Gesundheit künftiger Generationen werden früh gestellt", so Knupfer. Die AOK PLUS bietet deshalb jungen Familien über 800 Kurse und Vortragsveranstaltungen an und war 2016 in 72 Kitas, davon 42 in Sachsen, sehr erfolgreich mit ihrem Jolinchenkids-Programm unterwegs. "Das Programm hat viele positive Aspekte: Es profitieren nicht nur die Kinder von AOK-Versicherten, sondern alle in der Einrichtung. Es ist ganzheitlich angelegt, berücksichtigt die jeweiligen Rahmenbedingungen in den einzelnen Kitas und bezieht sowohl die Erzieherinnen als auch die Eltern mit ein."

In Kooperation mit anderen Partnern laufen Projekte zur Schülergesundheit, zur universitären Gesundheitsförderung oder zu gesundheitsfördernden Projekten für Arbeitslose gemeinsam mit Jobcentern.

Individuelle Prävention - unkompliziert und kostenfrei auf Gutscheinbasis

Mit 20,9 Millionen Euro floss das meiste Geld erneut in die individuelle Prävention, das heißt in die Teilnahme an anerkannten Gesundheitskursen. Aus 15.000 Angeboten bei 4.500 Kooperationspartnern konnten sich AOK PLUS-Versicherte das für sie passende auswählen: unkompliziert und kostenfrei auf Gutscheinbasis. Über 241.000 Teilnehmer besuchten einen Gesundheitskurs, mehr als in den Vorjahren (2015: 204.000). Hinzu kamen evidenzbasierte Onlineprogramme der AOK-Gemeinschaft.

7.700 Versicherte, die bereits Krankheitssymptome aufwiesen, nutzten spezifische Präventionsprogramme, um einer Verschlimmerung entgegenzuwirken. Diese Programme unterstützen Versicherte mit ersten Rücken- und Herz-Kreislauf-Beschwerden, Übergewicht/Adipositas sowie bei ernährungsbedingten Erkrankungen.

Selbsthilfeförderung – Betroffene zu Experten in eigener Sache entwickeln

Um eine Million höher im Vergleich zu 2015 lagen die Ausgaben auch bei der Selbsthilfeförderung. Mit knapp 2,8 Millionen Euro wurden 1.473 Selbsthilfegruppen, -kontaktstellen und -organisationen unterstützt. "Die Förderung erfolgt gezielt und bedarfsgerecht", so Knupfer. "Es geht darum, gemeinsam tragfähige Strukturen aufzubauen und die Akteure untereinander zu vernetzen. Damit helfen wir, dass sich Betroffene zu Experten in eigener Sache entwickeln." Um die Selbsthilfe auch in ländlichen Regionen und bei jüngeren Betroffenen zu etablieren, setzt die AOK PLUS hier verstärkt auf digitale Kanäle.

Präventionsgesetz – Krankenkassen werden verstärkt in die Pflicht genommen

Das 2015 in Kraft getretene Präventionsgesetz enthält wichtige Schritte, um die Prävention als eine zentrale Säule der gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung weiter auszubauen. Unter anderem werden die Krankenkassen verpflichtet, mehr als bisher in Gesundheitsförderung und Prävention zu investieren. Für die AOK PLUS ist das kein finanzieller Quantensprung, denn sie hat 2016 bereits über zwölf Euro je Versicherten statt der vom Gesetzgeber geforderten sieben Euro ausgegeben.

In Sachsen und Thüringen arbeiten verschiedene Gremien und Arbeitsgruppen unter aktiver Beteiligung der AOK PLUS an der konkreten Umsetzung des Präventionsgesetzes. In den ersten Monaten 2017 wurden bereits bewährte Projekte, an denen die AOK PLUS maßgeblich mitgewirkt hat, in sozialträgerübergreifende Gemeinschaftsprojekte überführt und ausgebaut.

Auch künftig setzt sich die AOK PLUS dafür ein, gute Rahmenbedingungen für ein gesundes Aufwachsen, Lernen und Leben und für ein gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen und weiterzuentwickeln. Über 100 Berater stehen in den Gesundheitscentern der AOK PLUS als regionale Ansprechpartner rund um die Themen Prävention und Gesundheitsförderung bereit. Um die Wirksamkeit ihrer Programme zu überprüfen, arbeitet die Gesundheitskasse eng mit Wissenschaftlern zusammen. Regelmäßige Kundenbefragungen dienen dazu, die Servicequalität zu sichern.

"Wir gehen dahin, wo die Menschen sind: in Kitas, Schulen, Betriebe und Kommunen", sagt Knupfer. "Unsere Angebote orientieren sich am Bedarf. Wir unterstützen die Menschen dabei, ihre eigenen Gesundheitsressourcen zu stärken. Damit bieten wir einen echten Mehrwert."

Der Präventionsbericht steht im Internet unter www.aokplus.de/presse (Fokusthemen).

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