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06.03.2013

Gem. Presseinfo: Wissenschaftliche Untersuchung des bundesweit größten Versorgungsvertrages für Herz-Kreislauferkrankungen - CARDIO-Integral -

Herzkranke Patienten in Sachsen werden durch spezielle Behandlung besser versorgt – Ärztesymposium weist hohe Wirksamkeit nach -

AOK PLUS – Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen.
Herzzentrum Dresden, Universitätsklinik Dresden
Praxisklinik Herz und Gefäße Dresden
Sächsischer Hausarztverband e.V.

Wissenschaftliche Untersuchung des bundesweit größten
Versorgungsvertrages für Herz-Kreislauferkrankungen - CARDIO-Integral - belegt:

Herzkranke Patienten in Sachsen werden durch spezielle Behandlung besser versorgt – Ärztesymposium weist hohe Wirksamkeit nach -

„Die demografische Entwicklung fordert integrative Lösungen und ein effektives Schnittstellenmanagement zwischen ambulanter und stationärer Gesundheitsversorgung. Mehr flexible Vertragsmöglichkeiten mit einem Preis- und Qualitätswettbewerb könnten die gesundheitliche Versorgung sinnvoll und effektiv erweitern“, bekräftigte Gesundheitsökonom und stv. Vorsitzender des  Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, Prof. Eberhard Wille, heute auf dem Ärztesymposium „CARDIO-Integral“ in Dresden vor 150 Fachleuten.

Dort wurden die Ergebnisse der unabhängigen wissenschaftlichen Begleituntersuchung durch das Gesundheitsökonomische Zentrum (GÖZ) der TU Dresden vorgestellt. Diese bisher größte Evaluation eines integrierten Versorgungsvertrages kommt zu dem Schluss, dass CARDIO-Integral deshalb so effektiv wirkt, weil die abgestimmte medizinische Behandlung zwischen Hausärzten und Kardiologen im Vertrag durch klare Versorgungspfade gefördert wird.

CARDIO-Integral war das erste integrierte interdisziplinäre Versorgungsprogramm für sächsische AOK-Versicherte und wurde am 1. Mai 2005 für Patienten mit einer Herz-Kreislauferkrankung aufgelegt. Mittlerweile betreuen über 1.240 Hausärzte, 96 Kardiologen (das sind fast alle Fachärzte in Sachsen) und fünf Partner für invasive Diagnostik und Eingriffe über 70.000 Patienten im Rahmen des Vertrages.

Die Kernergebnisse der Untersuchung:

* 64 Prozent der Patienten waren mit ihrer Gesundheit zufriedener im Vergleich zur Versorgung vor dem Start des Programms. Die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen und die Behandlungsempfehlungen der Ärzte bringen den Teilnehmern eine deutlich verbesserte Lebensqualität. Zu jeweils über 90 Prozent zufrieden sind die Patienten mit Hausarzt und Kardiologen und deren Zusammenarbeit sowie bezüglich Krankheitsaufklärung, Therapieempfehlungen und Behandlung.

Auch aus Sicht der Ärzte hat sich die Qualität der medizinischen Versorgung für die Patienten spürbar verbessert. Besonders beachtenswert seien durchgängig vollständige Befunde der Kollegen sowie die geringeren Doppeluntersuchungen und Notfalleinweisungen ins Krankenhaus, so die Befragung. Auch die Möglichkeiten zur patientenorientierten Zusammenarbeit und Versorgung haben sich aus Sicht der Mediziner durch den Vertrag spürbar gebessert. Für die Hausärzte besonders hilfreich sind die konkreten Empfehlungen des Kardiologen zur weiteren Basisbehandlung.

Zukünftige Schwerpunkte der Vereinbarung liegen in der Einbindung weiterer Mediziner, die Beachtung regionaler Besonderheiten sowie in effektiven Softwarelösungen zur Verwaltung des Vertrages und der Arzneimittelsteuerung.

Informationen zum Programm gibt es über die AOK PLUS in allen Filialen, unter www.aokplus-online.de und am kostenfreien Servicetelefon unter 0800 2471001.

Statements der Vertragspartner:

Christine Clauß
, Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz

„Netzwerke sind Strukturen mit Zukunftspotenzial. Dieser Gedanke liegt auch den Verträgen zur Integrierten Versorgung zugrunde. Es geht um eine enge Kooperation unterschiedlicher Leistungserbringer: patientenorientiert und interdisziplinär. Damit können wir vielen Herausforderungen unserer Zeit zeitgleich begegnen. Patienten können optimal versorgt werden, und zwar über bisher starre Sektorengrenzen hinweg. Denn es soll keine Rolle spielen, ob jemand in Dresden oder in Belgern medizinische Hilfe braucht, ob er oder sie jung oder alt, mobil oder auf Hilfe angewiesen ist. Es ist richtig und wichtig, dass z. B. die AOK Plus die geschaffenen gesetzlichen Möglichkeiten für die Integrierte Versorgung nutzt. Cardio-Integral ist mittlerweile einer der größten IV-Verträge Deutschlands. Er steht für ein Versorgungsmanagement, das eine optimale Versorgungsqualität der AOK-Versicherten mittel- und langfristig sichert und auch hilft, Versorgungsengpässe abzubauen. Das ist der richtige Weg.“

Prof. Dr. Eberhard Wille, stv. Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen

„Das deutsche Gesundheitswesen mit seinem nahezu flächendeckenden, weitreichenden Krankenversicherungsschutz, seinen Gesundheitsleistungen sowie hohem Versorgungsstandard bietet noch ein beachtliches Potenzial zur Erhöhung von Effizienz und Effektivität. Dabei bildet die Optimierung der Schnittstellen zwischen den Leistungssektoren einen erfolgversprechenden Ansatz. Die absehbare demografische Entwicklung fordert integrative Lösungen und ein Schnittstellenmanagement zwischen ambulanter und stationärer Gesundheitsversorgung. Mehr flexible Vertragsmöglichkeiten mit einem Preis- und Qualitätswettbewerb könnten ebenfalls zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung beitragen“.

Dipl. Med. Ingrid Dänschel, 1. Vorsitzende des Sächsischen Hausärzteverbandes e.V.

„Wir sind auf dem richtigen Weg: Seit acht Jahren entwickeln die Vertragspartner diesen Vertrag weiter, der Erfolg – wissenschaftlich evaluiert – gibt uns recht. Die Teilnehmerzahlen von Patienten, Haus- und Fachärzten beweisen die hohe Akzeptanz dieses Versorgungsvertrages.
Wir brauchen aber Rahmenbedingungen, die es erlauben, dass sich solche neuen Versorgungsformen entwickeln können. Dazu bedarf es Beständigkeit und Geduld. Neue Versorgungsformen sind Investitionen in die Zukunft, die helfen können, Versorgungsdefizite zu minimieren, nicht aber zu lösen Das größte Problem der Integrierten Versorgung ist aber die Kurzlebigkeit gesetzlicher Rahmenbedingungen im deutschen Gesundheitswesen.“

Prof. Dr. med. Stefan G. Spitzer, Hauptgeschäftsführer der Praxisklinik für Herz und Gefäße Dresden, akademische Lehrpraxis der TU Dresden

„CARDIO-Integral regelt umfassend die klinischen Patientenpfade für sämtliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kann somit als eine Art regionales kassenbezogenes „DMP Herz-Kreislauf“ bezeichnet werden. Regelmäßiger Erfahrungsaustausch in Qualitätszirkeln und eine alltagstaugliche Operationalisierung der jeweils aktuellen Leitlinien der Fachgesellschaften garantieren eine qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten sowie eine hohe Zufriedenheit der teilnehmenden Haus- und Fachärzte. Dass die guten Ergebnisse bereits zweimal in Evaluationen bestätigt werden konnten, spricht für den Erfolg dieser großen integrierten Versorgung in der Herz-Kreislauf-Medizin.“

Univ.-Prof. Dr. med. habil. Ruth H. Strasser, Ärztliche Direktorin des Herzzentrums Dresden, Universitätsklinik an der Technischen Universität Dresden

„Es ist eine einzigartige Situation, dass eine Universitätsklinik an einem Vertrag zur integrierten Versorgung und seiner Evaluation aktiv und nachhaltig beteiligt ist. Dies zeigt u.a. die Besonderheit der Gesamtkonzeption. So besteht die Möglichkeit für den einzelnen Patienten eine abgestimmte Versorgung in allen Versorgungsstufen zur Verfügung zu haben. Auch die abgestimmte Partnerschaft aller beteiligten Ärzte ist ein Garant für eine qualitativ hochwertigen Medizin. Bemerkenswert ist die hohe Durchdringung moderner medizinischer Konzeptionen. Sie ist auf internationalem Niveau beispielhaft und vorzeigbar. Mit dieser durch diesen Vertrag realisierbaren, Versorgung, die ihre Nachhaltigkeit über mehrere Jahre gezeigt hat, sollte es auch möglich sein, die Effekte auf die Gesundheitsförderung und die Prognose der Herz-Kreislauferkrankungen nachzuweisen und gemeinsam zu evaluieren.“

Rolf Steinbronn, Vorstandsvorsitzender der AOK PLUS

„Die Ergebnisse der Forscher zeigen, dass eine abgestimmte, effektive und hochwertige Versorgung der immer älter und gesundheitlich bedürftiger werdenden Bevölkerung im Integrierten Versorgungsvertrag CARDIO-Integral sehr gut funktioniert und gleichzeitig wirtschaftlich zu erbringen ist. CARDIO-Integral hat Haus- und Fachärzte hinsichtlich einer abgestimmten Zusammenarbeit und leitliniengerechten Versorgung für unsere Versicherten näher zusammengebracht. Die entwickelten Strukturen gilt es nun zu pflegen bzw. auszubauen.

Auch bei der Weiterentwicklung des Vertrages werden die Versicherten bei der AOK PLUS im Mittelpunkt der Versorgung stehen. Wir können hier auf unsere  zuverlässigen Vertragspartner und engagierten Ärzte bauen, dass CARDIO-Integral weiterhin erfolgreich bleibt.“

Prof. Dr. Alexander Karmann, Gesundheitsökonomisches Zentrum (GÖZ) der TU Dresden

„Die wissenschaftliche Auswertung der Befragungsdaten zum Vertrag zeigt besonders den notwendigen langem Atem, den die Partner für integrierte Versorgungsverträge brauchen. Die Abläufe müssen sich erst einspielen, durch die konzentrierte Diagnostik und Behandlung sind die Kosten anfangs recht hoch. Doch wenn dann der Break Even, also der Gewinnpunkt erreicht ist, amortisieren sich die hohen Anfangsinvestitionen in die verbesserte Versorgung der Patienten deutlich.“

Hintergrundinformationen:

Vertragspartner sind das Herzzentrums Dresden, Universitätsklinik an der Technischen Universität Dresden, die Praxisklinik Herz und Gefäße Dresden, die Hausärztliche Vertragsgemeinschaft AG, unterstützt durch den Sächsischen Hausärzteverband e.V. und die AOK PLUS.

Kernziel ist die fachübergreifende und sektorenübergreifende Verknüpfung von nichtinvasiven und invasiven Leistungsinhalten.

Die im Vertrag definierten Behandlungswege umfassen neben einer leitliniengerechten Behandlung ebenso Standards für Überweisungen zum Facharzt, schnelle Terminvergabe bei dringend notwendiger Behandlung, einen individuellen Behandlungsplan mit vielen wichtigen Informationen für den Patienten sowie eine abgestimmte Arzneimitteltherapie. So legt z. B. der Facharzt mit dem Versicherten gemeinsam Therapieziele fest und übermittelt mit der "Rücküberweisung" zum Hausarzt die Befunde und Unterlagen gemäß definierter Inhalte. So werden Doppeluntersuchungen vermieden und Komplikationen minimiert.

Der Vertrag ist eines der größten medizinischen Kooperationsnetze in Deutschland. Neben dem medizinischen Nutzen ergeben sich auch positive finanzielle Effekte. Durchschnittlich betragen die jährlichen Behandlungskosten der Herz-Kreislauf-Erkrankung eines AOK-PLUS-Versicherten ca. 4.168 Euro, bei den im Vertrag eingeschrieben Patienten sind es ca. 6 Euro weniger. Bei mehr als 70.000 eingeschriebenen Versicherten spart die AOK PLUS so ca. 420.000 Euro pro Jahr Behandlungskosten bei wissenschaftlich nachgewiesener besserer Behandlungsqualität.

Die im CARDIO-Integral-Vertrag aufgebauten Versorgungsnetze wurden auch für die Testung von Innovationen genutzt. So sammelten die Vertragspartner in den Jahren 2009 bis 2011 wichtige Erfahrungen bei der Verblisterung (Vor-Portionierung) von Medikamenten und seit 2008 in  telemedizinischen Projekten bzw. in der Patientenführung.

Kontakt für Journalisten:

Sächsischer Hausärzteverband e. V. i. Dt. Hausärzteverband e. V.
, Dipl. med Ingrid Dänschel
Tel. 037383 80 317
gs@hausarztsachsen.de

Herzzentrum Dresden, Universitätsklinik, Prof. Ruth Strasser
Tel. 0351 450 1704
sekretariat4.mkk@mailbox.tu-dresden.de

Praxisklinik Herz und Gefäße, Prof. Stefan G. Spitzer
Tel. 0351 8064 115
buero-spitzer@praxisklinik-dresden.de

AOK PLUS – Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen.
Hannelore Strobel
Tel. 0351 4946 11142
presse.sac@plus.aok.de

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Pressesprecherin

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