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07.09.2015

AOK legt Fehlzeiten-Report 2015 vor

Gesundheitszustand der Azubis unter die Lupe genommen

Auszubildende weisen zum Teil erhebliche Defizite bei Gesundheitszustand und Gesund-heitsverhalten auf. Dies zeigt die erste repräsentative Befragung zur Gesundheit von Auszubildenden im Fehlzeiten-Report 2015 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO).

Ausführliche Infos vom AOK-Bundesverband

Sächsische und Thüringer Azubis beim Krankenstand überm Bundesdurchschnitt
AOK-PLUS-versicherte Azubis  wiesen 2014 einen Krankenstand von 4,7 Prozent auf (in Sachsen 4,7 Prozent, in Thüringen 4,6 Prozent). Damit rangieren sie im bundesweiten Vergleich auf Rang 5 (Sachsen) bzw. Rang 9 (Thüringen). Den niedrigsten Krankenstand hatten die Azubis in  Bayern mit 3,4 Prozent, den höchsten Berlin mit 6,3 Prozent. Der Bundesdurchschnitt betrug 4,3 Prozent. Der Krankenstand aller AOK-PLUS-Mitglieder lag bei 5,2 Prozent (Sachsen: 5,0 Prozent, Thüringen 5,7 Prozent). 

Zahlreiche körperliche und psychische Gesundheitsbeschwerden
Ende 2014 gab es knapp 1,4 Millionen Auszubildende in Deutschland. Wie bei jüngeren Beschäftigten zu erwarten ist, schätzen vier von fünf Auszubildenden (83,6 Prozent) ihren allgemeinen Gesundheitszustand selbst als gut oder sehr gut ein. Zugleich  berichten mehr als die Hälfte der Auszubildenden (56,5 Prozent) über häufige körperliche Beschwerden und 46,1 Prozent auch über psychische Beschwerden. Ein Drittel der Auszubildenden berichtet über häufig auftretende körperliche und psychische Beschwerden. So klagt jeder vierte Auszubildende über häufige Kopfschmerzen (25,7 Prozent), mehr als jeder fünfte leidet häufig an Rückenschmerzen (21,1 Prozent) und Verspannungen (22,1 Prozent). Bei häufig auftretenden psychischen Beschwerden wurden vor allem Müdigkeit/Mattigkeit/Erschöpfung (36,0 Prozent), Lustlosigkeit/ausgebrannt sein (15,1 Prozent), Reizbarkeit (10,7 Prozent) und Schlafstörungen (10,0 Prozent) genannt.

Problematisches Gesundheitsverhalten
Gesundheitsgefährdendes Verhalten wie wenig Bewegung, schlechte Ernährung, wenig Schlaf, Suchtmittelkonsum oder übermäßige Nutzung der digitalen Medien ist bei jedem fünften Auszubildenden zu beobachten. Bei beinahe jedem zehnten Befragten treten gesundheitliche Beschwerden und gesundheitsgefährdendes Verhalten gleichzeitig auf. Der Fehlzeiten-Report macht deutlich, wie wichtig zielgruppenspezifische Präventionsangebote sind, die auf die jeweiligen Bedürfnisse eingehen.

Das Gesundheitsverhalten wirkt sich maßgeblich auf den aktuellen und auch zukünftigen Gesundheitszustand aus. Bei den Azubis zeigen sich hier teilweise Defizite. Ein Viertel der Azubis ist kaum sportlich aktiv (26,1 Prozent). 27 Prozent der Befragten nehmen kein regelmäßiges Frühstück zu sich, und 15,8 Prozent verzichten auf ein tägliches Mittagessen. Mehrfach pro Woche konsumieren 17,0 Prozent Fast-Food und 57,4 Prozent Süßigkeiten.

Problematisch erscheint, dass mehr als ein Drittel der männlichen Auszubildenden und jede vierte weibliche Auszubildende werktags mit weniger als sieben Stunden Schlaf pro Nacht die Arbeit antreten – obwohl sie in ihrer Lebensphase eigentlich mehr Schlaf benötigen. Mehr als 12 Prozent fühlen sich wochentags in Arbeit und Schule „fast nie“ oder „niemals“ ausgeruht und leistungsfähig. Darüber hinaus raucht mehr als jeder dritte Azubis und fast jeder Fünfte zeigt einen riskanten Alkoholkonsum.

Fast jeder zehnte Azubi pflegt einen risikobehafteten Gesundheitsstil
Mehr als die Hälfte der Azubis (54,3 Prozent) lebt gesundheitsbewusst und hat kaum körperliche und psychische Gesundheitsbeschwerden. Dagegen erreicht das Gesundheitsverhalten bei mehr als jedem fünften Auszubildenden (21,9 Prozent) einen überdurchschnittlichen Gefährdungswert. Kriterien für diesen Typ sind beispielsweise, weniger als einmal im Monat sich sportlich zu betätigen oder mindestens einmal die Woche übermäßig Alkohol zu trinken. Mehr als die Hälfte dieser Azubis hat trotz dieser hohen gesundheitlichen Gefährdung nur wenige Gesundheitsbeschwerden (12,6 Prozent aller Azubis). Bei den Azubis mit „risikobehafteten“ Gesundheitsstil (9,3 Prozent) trifft ein ungesunder Lebensstil bereits mit körperlichen und psychischen Beschwerden zusammen.

Deutliche Auswirkungen auf Ausbildung und Schule
Azubis mit einem gesundheitsbewussten Stil nehmen die Arbeitsbedingungen wie auch die  Belastungssituation im Betrieb insgesamt positiver wahr. Die Gruppe der risikobehafteten Azubis ist dabei deutlich kritischer. Von ihnen fühlen sich 14,2 Prozent nicht angemessen im Betrieb gefordert, von den gesunden Auszubildenden sagen dies nur 5,7 Prozent. Jeder Vierte (28,5 Prozent) der risikobehafteten Befragten sieht die beruflichen Entwicklungschancen pessimistisch, die gesunden Azubis sind mit 12,5 Prozent optimistischer. Auch das Verhalten des Vorgesetzten bewerten sie unterschiedlich: Während ein Fünftel der risikobehafteten Auszubildenden (20,6 Prozent) bemängelt, dass sich ihr Vorgesetzter nicht ausreichend Zeit für sie nimmt, liegt der Vergleichswert bei gesunden Auszubildenden deutlich niedriger (8,6 Prozent).

Hohe Zufriedenheit mit den Ausbildungsbetrieben
Alles in Allem stellen die Auszubildenden der Gesamtsituation in ihren Betrieben ein positives Zeugnis aus: Drei Viertel der Auszubildenden (73,7 Prozent) sind zufrieden bzw. sehr zufrieden, lediglich 6,1 Prozent sind nicht zufrieden. Während mehr als jeder zehnte der risikobehafteten Auszubildenden (10,9 Prozent) mit der Arbeit im Betrieb nicht zufrieden ist, sind dies bei den gesunden Azubis nur 3,3 Prozent.

Großes Interesse an betrieblichen Gesundheitsangeboten
Die Befragung zeigt, dass die Azubis gegenüber betrieblichen Gesundheitsangeboten sehr aufgeschlossen sind. Fast drei Viertel halten Gesundheitsförderangebote des Betriebs für gut. Fast zwei Drittel von ihnen würden speziell auf Azubis zugeschnittene betriebliche Angebote bevorzugen. Die Studienergebnisse zeigen auch, dass von Seiten der Auszubildenden ein hoher Bedarf an Maßnahmen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung besteht. Für Unternehmen, die dies erkennen, bietet sich die Chance, durch zielgruppengerechte gesundheitsförderliche Angebote Fehlzeiten bei Auszubildenden frühzeitig zu begegnen.

Ausführliche Infos vom AOK-Bundesverband

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Hannelore Strobel

Hannelore Strobel
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