Morgenstund – Kaffee im Mund

„Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages“ hört man immer wieder. Aber stimmt das auch? Aus wissenschaftlicher Perspektive nicht wirklich.


Wichtig ist, sich gesund und vollwertig zu ernähren. Zu welchem Zeitpunkt wir das am liebsten tun und am besten genießen können, liegt bei uns. Aber das Frühstück gibt uns die Möglichkeit, selbstbestimmt gute und gesunde Lebensmittel zu uns zu nehmen. Wer morgens häufig unter Zeitdruck steht, kann sich sein gesundes Frühstück, wie zum Beispiel Bircher Müsli, auch wunderbar am Vorabend zubereiten.

Frühstück hat außerdem eine soziale Komponente. Am Wochenende mit der Familie oder den Freunden ausgiebig und lang zu frühstücken gehört für die meisten Menschen zu einem gelungenen Wochenende und macht einfach glücklich. Und wer startet nicht gerne mit einem zufriedenen, gesättigten Gefühl in den Tag.

 

Kaffee und seine Mythen

Der Duft von frischem Kaffee … hmmm! Sicher kennen Sie dieses wohlige Gefühl – immerhin trinken wir Deutschen im Schnitt 162 Liter Kaffee pro Kopf und Jahr – und das nicht nur zum Frühstück. Dabei wird dem beliebten Heißgetränk so einiges nachgesagt – Gutes und Schlechtes. Wir haben uns die braune Bohne und ihre Gesundheitsmythen mal ganz genau angeschaut.

 

… macht süchtig?

Nein, Koffein ist kein Suchtmittel – auch wenn die Anzeichen mitunter ähnlich sind. So können regelmäßige Kaffeetrinker beim Verzicht auf das Heißgetränk vorübergehend Symptome spüren, die einem Entzug gleichen: Kopfschmerzen, Müdigkeit, gedrückte Stimmung, zittrige Hände und Blutdruck­schwankungen.

 

… schlägt auf den Magen?

Manche Menschen müssen nach einer Tasse Kaffee aufstoßen und verspüren dann ein säuerlich-brennendes Gefühl in der Speiseröhre: Sodbrennen. Daran ist nicht das Koffein schuld, sondern die im Kaffee enthaltenen Säuren. Werden die Bohnen zu kurz und zu heiß geröstet, bleiben sie erhalten. Zudem entwickeln sich weitere Stoffe, die den Magen reizen können. Eine gute Alternative ist Espresso: Durch Röstverfahren und Zubereitung enthält er weniger Säure und Gerbstoffe als Filterkaffee.

… schadet dem Herzen?

 

Erhöht die stimulierende Wirkung des Kaffees das Herzinfarktrisiko? Hierzu gibt es unterschiedliche Ergebnisse. Die meisten Experten geben jedoch Entwarnung. Wer hohen Blutdruck hat, muss also nicht auf Kaffee verzichten. Allerdings weisen zahlreiche Forscher darauf hin, dass es auf die Dosis ankommt. Vor allem Schwangere, Stillende und Kranke sollten zurückhaltend konsumieren.

 

… raubt den Schlaf?

Das stimmt teilweise. Viele von uns brauchen ihren Morgenkaffee, um wach zu werden. Denn das Koffein wirkt anregend – es erhöht den Blutdruck (jedoch nur für bis zu 30 Minuten und um ca. 10 bis 20 mm HG) und verdrängt den körpereigenen Botenstoff Adenosin, der müde macht. Doch ein Tässchen spätnachmittags oder abends raubt uns deshalb nicht gleich den Schlaf. So mancher kann damit sogar besser schlafen. Einfach ausprobieren!

 

… macht impotent?

Wissenschaftler aus Texas behaupten sogar das Gegenteil: Ihnen zufolge haben Männer, die täglich zwei bis drei Tassen Kaffee trinken, ein geringeres Risiko, Erektionsprobleme zu bekommen. Die Erklärung: Koffein weitet die Blutgefäße und sorgt so für einen stärkeren Blutfluss. Und Forscher aus Brasilien konnten beweisen: Kaffeetrinker haben beweglichere Spermien als Männer, die auf Kaffee verzichten.

 

… entzieht dem Körper Wasser?

Diese Annahme gehört eindeutig ins Reich der Mythen. Zwar kann Koffein in größeren Mengen harntreibend wirken und somit für einen Verlust an Flüssigkeit sorgen. Aber: Bei bis zu vier Tassen pro Tag hat Kaffeekonsum keinen nachhaltigen Einfluss auf den Flüssigkeitshaushalt, sondern leistet bei vielen sogar einen wesentlichen Beitrag zur täglichen Wasseraufnahme.

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