Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz

Bildschirmarbeit ist keine Schonarbeit, denn der Mensch ist nicht gemacht für stundenlanges, konzentriertes Sitzen bei künstlichem Licht. Doch wie macht man den Arbeitsplatz ergonomischer?

Ergonomischer Arbeitsplatz? Gesunde Arbeit!

Immer mehr Menschen arbeiten jeden Tag am Bildschirm. Dabei ist unser Körper gar nicht darauf ausgelegt, stundenlang ohne Bewegung zu sitzen und bei höchster Konzentration oft mehrere Dinge gleichzeitig zu bearbeiten. Eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung ist essenziell – nicht nur, um die körperliche Gesundheit zu erhalten, sondern auch, um wirklich effizient arbeiten zu können. Dabei ist es von vielen Faktoren abhängig, ob ein Arbeitsplatz ergonomisch korrekt ist oder nicht. Vor allem hat gesundes Arbeiten auch viel mit Eigenverantwortung zu tun. Ziel aller Maßnahmen sollte sein, die Belastungen zu mindern und die Gesundheit zu schützen.

Fehlende Ergonomie und die Folgen

Wir sitzen einfach zu viel: Durchschnittlich beanspruchen wir 5 Stunden und 41 Minuten unsere Sitzmuskeln. Dabei zeigen Studien, dass sich das emotionale und mentale Wohlbefinden erheblich verschlechtert, wenn man zu viel sitzt. Hinzu kommen uniforme Arbeitsplätze mit klassischen Einheitsmöbeln, die oft natürlichen Bewegungen entgegenstehen. Daraus resultieren nicht nur ein schlechteres Arbeitsergebnis, sondern auch die typischen Bürokrankheiten wie Kopf- und Rückenschmerzen, Schulter- und Nackenziehen, die den Arbeitsalltag erschweren und direkt die Gesundheit angreifen. Fakt ist: Falsches Arbeiten kann dauerhaft krank machen. Deshalb gibt es Ergonomie-Richtlinien, zu dessen Umsetzung der Arbeitgeber sogar gesetzlich verpflichtet ist.

Das optimale Büro: So geht’s

Die Lösung liegt auf der Hand: Gestalten Sie Ihren Arbeitsplatz ergonomischer und bringen Sie Schwung in den Büroalltag. Dabei muss ein ergonomischer Arbeitsplatz gar nicht teuer sein: Wir zeigen Ihnen, wie Sie Schreibtisch und Arbeitsbedingungen so gestalten können, dass es weder auf das Gemüt noch auf den Geldbeutel schlägt.

Richtige Arbeitsplatzgestaltung

Wichtig ist ein Arbeitsplatz, an dem Sie genügend Platz haben. Bürostuhl, Schreibtisch und Monitor sollten so positioniert sein, dass Sie gerade sitzen und direkt auf den Bildschirm blicken können. Dadurch vermeiden Sie eine zu einseitige Belastung. Der angenehme Sehabstand zum Bildschirm ist individuell verschieden, im Durchschnitt beträgt er 50 cm mit einer leicht nach unten gebeugten Sehachse – immer anhängig von der Bildschirmgröße.

Die optimale Beleuchtung

Wichtig ist, dass Ihr Büroraum auch Tageslicht hat. Indirekte Beleuchtung ist empfehlenswert, da bei direkter Beleuchtung die Augen geblendet werden und schnell ermüden. Deshalb sollten auch Blendeffekte, etwa durch reflektierende Wandelemente, vermieden werden. Achten Sie darauf, dass auf der Tatstatur durch die Beleuchtung keine Schatten entstehen. Der Kontrast zwischen Bildschirm und Lichtquelle sollte nicht zu hoch sein. Durch einen gleichmäßigen Lichtübergang wird das räumliche Sehen optimiert.

Lärm am Arbeitsplatz

Die Empfindung von Lärm, beziehungsweise als störend empfundene Geräusche, ist bei jedem unterschiedlich. Die Zusammenhänge sind hier also sehr komplex. Studien belegen, dass Lärm die Effektivität stark senkt. Ein Durchschnittswert von 55 db(A) sollte deshalb nicht überschritten werden. Man kann den Lärmpegel aber beispielsweise durch lärmarme Arbeitsmittel, räumliche Trennung der Lärmquellen oder schallschluckendes Inventar erheblich senken und damit Motivation und Konzentrationsfähigkeit steigern.

Das Raumklima im Büro

Ein vernünftig angepasstes Raumklima ist entscheidend für ergonomisches Arbeiten. Dabei ist die Angelegenheit nicht einfach: Je mehr Leute in einem Büro arbeiten, desto schwerer ist es, es allen Recht zu machen. Es gibt aber Empfehlungen, an die man sich halten kann: Eine Durchschnittstemperatur von 21-22°C und eine Luftfeuchtigkeit von 40-65 % – das erreicht man durch richtiges Lüften, Luftbefeuchter und Pflanzen.

Ergonomische Büroeinrichtung

Besonders auf Schreibtisch und Bürostuhl sollte hier ein Augenmerk liegen. Ein optimaler Bürostuhl lässt sich individuell anpassen und garantiert so wechselnde Arbeitshaltungen. Beim Sitzen sollten die Beine im 90°-Winkel positioniert sein. Die stufenlos verstellbare Rückenlehne ragt dabei am besten bis zu den Schulterblättern. Die optimale Sitzhöhe liegt zwischen 42 und 53 cm, die richtige Sitzbreite zwischen 40 und 48 cm. Auch der Schreibtisch sollte variabel verstellbar und mindestens 80 cm tief und 180 cm breit sein. Die Arme sollten einen 90°-Winkel bilden, wenn Sie diese locker ablegen. Ergonomische PC-Mäuse und Tastaturen helfen zusätzlich, eine entspannte Haltung zu fördern.

Kleine Entspannungsübungen zwischendurch

Sollten doch der Nacken ziepen, die Schultern schmerzen oder der Kopf dröhnen, helfen ein paar leichte und schnelle Übungen, den Bewegungsapparat wieder in Schwung zu bringen. Massieren Sie die Schläfen gegen Kopfschmerzen, legen Sie ihren Kopf abwechselnd auf die rechte oder linke Schulter, lassen Sie die Schultern kreisen oder heben Sie beispielsweise die Beine unterm Tisch immer wieder an, um taube Beine zu vermeiden. Auch Gesundheitskurse wie beispielsweise Rückenkurse helfen, mehr auf die korrekte Haltung am Arbeitsplatz zu achten und mit kleinen Übungen große Wirkung zu erzielen.

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