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Apothekerin berät Kundin zu Medikamenten.

Befreiung von Zuzahlungen

Sie können sich von Zuzahlungen befreien lassen - wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Wir erklären Ihnen, was dabei alles zu beachten ist.

Egal ob Medikamente, Arztbesuch oder Krankenhausbehandlung: Für fast alle Leistungen müssen - so will es der Gesetzgeber - Zuzahlungen geleistet werden. Damit dadurch niemand übermäßig belastet wird, sind diese Zuzahlungen aber begrenzt. Pro Jahr muss niemand mehr als zwei Prozent seiner jährlichen Bruttoeinnahmen zuzahlen.

Für chronisch Kranke, die wegen derselben schwerwiegenden Krankheit in Dauerbehandlung sind, ist die Belastungsgrenze niedriger angesetzt: auf ein Prozent. Diesen Anspruch haben ab 2008 allerdings nur noch chronisch Kranke, die sich - so steht es im Gesetz - "therapiegerecht" verhalten.

Als therapiegerechtes Verhalten gilt beispielsweise, wenn chronisch Kranke den Empfehlungen ihres Arztes folgen oder zum Beispiel an einem Behandlungsprogramm teilnehmen. Dazu gehören natürlich auch die Disease-Management-Programme (DMP) der AOK.

Wer seine Belastungsgrenze von zwei beziehungsweise einem Prozent erreicht hat, kann bei seiner AOK einen Antrag auf Befreiung von Zuzahlungen stellen. Diese Befreiung gilt dann für den Rest des Kalenderjahres. Auch der Befreiungsausweis, den Sie anschließend bekommen, gilt immer nur für das laufende Kalenderjahr. Die Belastungsgrenze wird jedes Jahr neu ermittelt. Bitte sammeln Sie alle Quittungen über die geleisteten Eigenbeteiligungen.

Jährliche Bruttoeinnahmen entscheiden

Zu den Bruttoeinnahmen zählen sämtliche Einnahmen der Familie, mit denen Sie Ihren Lebensunterhalt finanzieren, zum Beispiel Arbeitseinkommen, Renten, Versorgungsbezüge, Zinsen aus Kapitalvermögen oder Mieteinnahmen.

Um nach Erreichen der Belastungsgrenze keine weiteren Zuzahlungen mehr leisten zu müssen, stellen Sie einen entsprechenden Antrag bei Ihrer AOK PLUS. Wichtig: Stellen Sie den Antrag erst, wenn Ihre persönliche Belastungsgrenze erreicht ist. Vorher ist eine Befreiung nicht möglich.

Diese Unterlagen sollten dem Befreiungsantrag beigefügt werden:

  • Alle persönlichen Originalquittungen (Ihre Personalien sind hierauf vermerkt) über geleistete Zuzahlungen
  • Kopien aller Nachweise über Einnahmen, wie
    • bei Beschäftigten: Gehaltsbescheinigung (inklusive Sonderzuwendungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld)
    • bei Rentnern: aktueller Rentenbescheid
    • bei Versorgungsgeldbeziehern: Bescheid der zuständigen Zahlstelle

Schwerwiegend chronisch Kranke müssen, insbesondere bei einer erstmaligen Antragstellung, zusätzlich folgende Unterlagen beifügen:

  • Bescheinigung des Arztes, dass eine schwerwiegende chronische Erkrankung vorliegt (Formular direkt beim Arzt erhältlich); gilt zugleich als Nachweis des "therapiegerechten Verhaltens"
  • Gegebenenfalls den amtlichen Bescheid über den Grad der Schwerbehinderung oder die Minderung der Erwerbsfähigkeit (der Schwerbehindertenausweis allein reicht nicht aus)

zu den Anträgen auf Befreiung von Zuzahlungen

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