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Arzt zeigt mit Bleistift auf Modell einer Wirbelsäule.

Behandlungsfehler

Trotz aller Fortschritte in der Medizin ist Gesundheit auch heute noch nicht automatisch oder auf Knopfdruck zu bekommen. Der Mensch ist keine Maschine, die man in einer Werkstatt reparieren kann, damit sie wieder funktioniert. Daher ist ein langer oder sich verschlimmernder Krankheitsverlauf nicht sofort auch ein Behandlungsfehler. Der Arzt schuldet dem Patienten nicht den Erfolg der Behandlung, sondern seine Dienste nach den Regeln der ärztlichen Kunst.

Hat der Arzt schuldhaft gegen seine ärztliche Sorgfaltspflicht verstoßen und dieser Verstoß hat zu einem gesundheitlichen Schaden geführt, spricht der Jurist von einem Behandlungsfehler. Schuldhaft heißt, dass er vorsätzlich oder fahrlässig entgegen den Regeln der ärztlichen Kunst gehandelt hat.
Ganz wichtig ist, rechtzeitig alle Dinge zusammen zu tragen, die mit der Behandlung zu tun hatten und möglichst alles schriftlich festzuhalten. Oftmals hilft es, einen anderen Arzt um seine Meinung zu bitten, wenn man sich nicht sicher ist, ob der Verdacht eines Behandlungsfehlers berechtigt ist. Natürlich sollte man auch seine Ansprüche anmelden.
Lehnt der Arzt oder die Haftpflichtversicherung eine Regulierung Ihrer Ansprüche ab, können Sie sich an die Schlichtungsstelle der zuständigen Landesärztekammer wenden. Ob man einen Rechtsanwalt einschalten will, muss jeder selbst entscheiden. Bei manchen Gerichtsverfahren ist allerdings ein Anwalt zwingend vorgeschrieben.
Dann ist eine Beschwerde bei der zuständigen Kreisärztekammer bzw. dem Träger des Krankenhauses möglich. Die AOK PLUS nennt Ihnen gern die jeweiligen Anschriften.

Die AOK PLUS unterstützt Sie sehr umfassend bei der Verfolgung von Schadenersatzansprüchen aus Behandlungsfehlern. Zunächst einmal, und das ist meist das Schwierigste, gilt es herauszufinden, ob tatsächlich ein Behandlungsfehler vorgelegen hat. In der AOK-Filiale werden zu diesem Zweck in einem umfassenden Beratungsgespräch alle wichtigen Dinge aufgenommen und dokumentiert.
Wenn sich in diesem Gespräch der Verdacht eines Behandlungsfehlers erhärtet, werden die Unterlagen an das Serviceteam Behandlungsfehler weitergeleitet. Diese Mitarbeiter besprechen dann mit Ihnen alle weiteren Schritte und beraten Sie über die Möglichkeiten.
Die AOK PLUS fordert für Sie bei allen Ärzten, deren Behandlung etwas mit dem möglichen Behandlungsfehler zu tun haben könnte, die Unterlagen an. Dann prüft der Medizinische Dienst der Krankenversicherung diese Behandlungsunterlagen, einschließlich evtl. Röntgenaufnahmen.
Ergibt diese Prüfung, dass ein Behandlungsfehler nicht auszuschließen ist, beauftragt die AOK PLUS den Medizinischen Dienst, ein umfassendes Gutachten zu den von Ihnen erhobenen Vorwürfen zu erstellen. Dieses Gutachten ist für Sie kostenfrei. Die Fachärzte des Medizinischen Dienstes verfügen über eine langjährige Erfahrung, sowohl in der Behandlung von Patienten als auch in der Begutachtung von Behandlungsfehlervorwürfen. Das Gutachten stellt Ihnen die AOK PLUS gegebenenfalls kostenfrei zur Verfügung. Wenn Sie selbst Schadenersatzansprüche geltend machen wollen, können Sie dieses Gutachten verwenden. Wenn Sie einen Anwalt beauftragt haben, stimmen wir mit ihm die weiteren Schritte ab. Allerdings ist es den Krankenkassen untersagt, Anwaltskosten oder die Kosten eines Gerichtsverfahrens zu übernehmen.

Liegt der vermutete Behandlungsfehler bei Ihnen schon einige Jahre zurück? Dann ist die Frage der Verjährung wichtig, also die Frage, ob Sie noch Ansprüche aus dem eventuellen Fehlverhalten des Arztes oder Krankenhauses haben können.
Grundsätzlich unterliegen seit dem 1. Januar 2002 nicht nur Ansprüche aus unerlaubter Handlung, sondern auch vertragliche Schadensersatzansprüche einer dreijährigen Verjährungsfrist. Die Verjährungsfrist beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist, und der Gläubiger (sprich: Sie als Patient) von den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners (sprich: dem behandelnden Arzt oder Ärztin in der Praxis oder dem  Krankenhauses) Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste.

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