Schichtarbeit: Leben gegen die innere Uhr

Schichtarbeit gehört für immer mehr Beschäftigte zum Joballtag: Aktuell arbeitet in Deutschland jeder vierte Beschäftigte zwischen 18 und 23 Uhr, 1992 war es nur etwa jeder siebte. Gegen die eigene innere Uhr und den Tag-Nacht-Rhythmus zu leben, ist auf Dauer anstrengend und kann die Gesundheit beeinträchtigen. Dennoch macht Schichtarbeit nicht zwangsläufig krank: Je nach Alter und persönlicher Veranlagung kann der Einfluss der Nacht- und Schichtarbeit ganz unterschiedlich sein.

 

Jeder tickt anders

Wir wissen heute, dass praktisch alle Zellen in unserem Körper eine Innere Uhr haben. Die steuert viele Funktionen von der Zellteilung bis zum Schlaf. Es gibt keinen physiologischen Prozess, der nicht von der Inneren Uhr beeinflusst wird. Eine der wichtigsten Funktionen der Inneren Uhr ist die Aufrechterhaltung eines regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus. Der sogenannte Chronotyp beschreibt, wie die eigene Uhr im Alltag tickt: Frühtypen, die Lerchen, kommen in der Regel morgens gut aus dem Bett. Spättypen, die Eulen, bleiben abends gern lange wach. Den optimalen Schichtplan für alle gibt es nicht. 

 

Gesundheitsrisiko Schichtdienst

Wer regelmäßig im Schichtdienst arbeitet, ist höheren Belastungen ausgesetzt: Oft ist der Schlaf gestört und es sammelt sich ein Schlafdefizit an. Zudem steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wegen der unregelmäßigen Essenszeiten kommt es überdies häufiger zu Verdauungsproblemen.

 

Es gibt jedoch eine Reihe von Tipps und Maßnahmen, um die Belastung durch Schichtarbeit zu minimieren. So können Nachtarbeiter zum Beispiel ihre innere Uhr überlisten:

1. Sonnenbrille

 

Indem sie morgens auf dem Nachhauseweg eine Sonnenbrille tragen. Diese dämpft die stimulierende Wirkung des Tageslichts und macht das Einschlafen leichter.

2. Dunkelheit

 

Das Schlafzimmer sollte ruhig, dunkel und gut gelüftet sein. Straßenlaternen können den Mechanismus genauso beeinflussen wie das Licht eines E-Readers, Tablet-PCs oder Smartphones.

3. Ernährung

 

Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Man sollte weder hungrig noch mit vollem Bauch zu Bett gehen. Hier empfiehlt sich leichte und ausgewogene Kost, zum Beispiel Joghurt, Rohkost und Vollkornbrot, sowie ausreichend zu trinken.

4. Bewegung

 

Bewegung oder sportliche Aktivitäten nach der Arbeit fördern zusätzlich den Stressabbau und die Fitness. Direkt vor dem Schlafen ist jedoch nur leichte körperliche Betätigung empfehlenswert, etwa ruhiges Hatha Yoga. Ein Spaziergang auf dem Weg nach Hause von der Arbeit sorgt ebenfalls für ein wenig Bewegung.

5. Einstellung

 

Einen besonderen Einfluss auf das persönliche Wohlbefinden hat die eigene Einstellung auf die Schichtarbeit. Wer in Schichtsystemen mit Nachtarbeit arbeitet, sollte sich möglichst bewusst dafür entscheiden. Dann ist sie subjektiv und auch objektiv weniger beanspruchend.

Weitere Informationen:

 

 

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