Mobbing am Arbeitsplatz als Gesundheitsgefahr

In unserer Leistungsgesellschaft ist Mobbing keine Seltenheit. Wichtig zu wissen: Mobbing geht weit über einen normalen Konflikt am Arbeitsplatz hinaus. Dabei handelt es sich um systematische Angriffe, die sich gezielt gegen eine Person richten – und zwar wiederholt und über einen längeren Zeitraum. Wenn jemand zum Beispiel über sechs Monate mindestens einmal pro Woche schikaniert, übergangen, verleumdet oder bedroht wird, spricht man von Mobbing.

Der Anlass kann oft ganz harmlos sein: „Fenster auf!“ – „Nein, Fenster zu!“ Wenn Kollegen hier keinen Kompromiss finden, kann die Situation eskalieren. Dann spitzt sich die Situation zu und irgendwann steht nicht mehr die Meinungsverschiedenheit im Mittelpunkt, sondern die Person. Ein Umfeld oder ein Arbeitgeber, der hier nicht zu einer friedlichen Lösung beiträgt, unterstützt einen gefährlichen Prozess.

 

Ein wachsendes Problem

Mobbing ist kein neues Phänomen, doch es hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Rund elf Prozent der Arbeitnehmer sollen in Deutschland davon betroffen sein, vor allem Frauen, Menschen unter 25 Jahren und in sozialen Berufen.

 

Ursachen & Folgen

Die Gründe sind vielfältig, etwa zunehmende Arbeitsbelastung, gesteigertes Arbeitstempo, mehr Verantwortung, höhere Anforderungen sowie Personaleinsparungen. Die Folgen für Mobbing-Opfer reichen von gesteigerter Nervosität, Demotivation, Schlafstörungen, sozialem Rückzug bis hin zu schwerwiegenden körperlichen und psychischen Erkrankungen. Vielfach steht Mobbing auch im Zusammenhang mit Stress und Burnout.

 

Unternehmen helfen ihren Mitarbeitern, indem sie ein offenes Ohr für deren Probleme haben und gemeinsam mit ihnen nach Lösungen suchen. Schon klar abgegrenzte Arbeitsbereiche und Strukturen leisten einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Mobbing im Unternehmen. Auch das Arbeitsklima und das Wohlbefinden der Mitarbeiter haben großen Einfluss auf die Entstehung von Mobbing.

 

 

Wenn Sie Beratung benötigen, können Sie sich an folgende Stellen wenden:

 

 

Dresden:

Gemeinnützige Sozialberatung für Mobbing-Betroffene

 

Tel.: 0351 49476–48
Fax: 0351 49476–32
info@mobbing-dresden.de
www.dresden-oberelbe.verdi.de
Cottaer Str. 2
01159 Dresden

Leipzig:

ZAROF Bildungsverein e.V. Leipzig

 

Tel.: 0341 21729–0
Fax: 0341 21729–11
info@zarof-gmbh.de
www.zarof-gmbh.de
Moschelesstraße 7
04109 Leipzig

Chemnitz:

assistance – Fachstelle für betriebliche Sozialarbeit

 

Tel.: 0371 450498–1
Fax: 0371 450498–1
info@asistance-sachsen.de
www.assistance-chemnitz.de
Ansprechpartner: Frau Frieder Böhme
Helmholtzstr. 9
09131 Chemnitz

Ihr persönlicher Ansprechpartner

Andreas Bruck
andreas.bruck@plus.aok.de
Tel.: 0351 41903-22184
Mobil: 01520 1570944

Anschrift:
Amalie-Dietrich-Platz 3
01169 Dresden

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Hier können Sie einen Termin vereinbaren.

Thema: Work-Life-Balance – Beruf und Freizeit im Einklang

Viele Menschen haben das Gefühl, dass ihre „Work-Life-Balance“ aus dem Ruder läuft. Dazu
tragen vor allem Arbeitsverdichtungen und hohe Ansprüche an Erreichbarkeit bei. Parallel dazu
nehmen arbeitsbezogene Erkrankungen, wie z. B. Burnout, zu. Wir wollen gemeinsam den
individuellen Ursachen für eine „gekippte“ Work-Life-Balance auf den Grund gehen.

Was Sie erwartet: Welche individuellen Lösungsansätze gibt es? Identifikation von „Zeitfressern“, Priorisierung im Alltag

Wann? 08.10.2019, 16.30 – 18.00 Uhr

Wo? Gesundheitszentrum Carus Vital, Haus 16

Servicetelefon (24h)
0800 2471001 (kostenfrei)

Servicefax (24h)
0800 2471002-100 (kostenfrei)