Start in die Grippeschutz-Zeit

Die Grippesaison steht in den Startlöchern, denn am Ende des Sommers warten Nieselre-gen, Kälte und Heizungsluft auf uns – eine Mischung, die der perfekte Nährboden für Grippeviren ist. Doch wie kann ich mich davor schützen und ist eine Grippeimpfung wirklich sinnvoll?

Mann liegt auf Herbstlaub


Die Grippesaison steht in den Startlöchern, denn am Ende des Sommers warten Nieselregen, Kälte und Heizungsluft auf uns – eine Mischung, die der perfekte Nährboden für Grippeviren ist. Doch wie kann ich mich davor schützen und ist eine Grippeimpfung wirklich sinnvoll?

Die Krankheit kommt in Wellen und verschiedene Virusarten können zirkulieren: Je-des Jahr kommt die „Grippe“ und legt viele Menschen lahm. Schon ein grippaler Infekt ist unangenehm, verläuft in der Regel aber harmlos. Sind jedoch Influenzaviren die Auslöser, spricht man von einer „echten“ Grippe. Die Symptome sind hier deutlich stärker: Hohes Fieber und echte Schmerzen begleiten die Patienten über einen längeren Zeitraum. So stark, dass die Grippe bei älteren, sehr jungen und immun-schwachen Menschen sogar lebensbedrohlich sein kann.

 

Der einzig wirksame Schutz 

Eine Impfung ist derzeit der beste Schutz gegen die Grippe. Die Viren sind sehr wandelbar und deshalb wird jedes Jahr der Impfschutz angepasst und verändert. Mit mehreren Monaten Vorlauf kommt hierzu die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), denn die Herstellung des Impfstoffes braucht Zeit. Deshalb kann es durchaus passieren, dass die Empfehlung nicht zu 100 % mit den später zirkulieren-den Grippeviren übereinstimmt.

Der Impfschutz verhindert dennoch rund eine halbe Million Fälle jedes Jahr und hat eine besonders große Bedeutung für gefährdete Gruppen, zu denen nicht nur ältere oder sehr junge Menschen, sondern auch medizinisches Fachpersonal, Schwangere und chronisch Kranke gehören. Gerade bei diesen ist die Impfquote erschreckend gering. Allgemein liegt Deutschland weit hinter den Empfehlungen zurück: Anstelle von der WHO und dem Europäischen Rat angestrebten 75 % Durchimpfungsrate bei älteren Menschen liegt die Impfquote bei gerade einmal 34,8 % (aktuellste Daten: Influenzasaison 2016/17).

 

Null Euro für die eigene Gesundheit

Die Monate vor der Grippewelle sind Oktober und November. Hier sollte auch der Impfschutz erfolgen, denn es dauert etwa zwei Wochen, bis der Grippeschutz nach der Impfung vollständig aufgebaut ist. Die Kosten für den Vierfachimpfstoff, der in der nächsten Grippesaison zum Standard wird, übernimmt die Krankenkasse. Gegen die Influenzaviren ist man so geschützt – gegen grippale Infekte allerdings nicht, denn hier sind andere Viren am Werk.

Hier hilft aber ein einfacher Tipp: Händewaschen schützt effektiv vor solchen Viren und Keimen und senkt damit die Infektionsgefahr, auch für Erkältungs- und Durchfallerreger.

 

6 Fragen rund um Grippeschutz

Salbeitee

1. Wie wird Grippe übertragen?

Influenza wird durch Viren übertragen, meist auf zwei Wegen: 1. Tröpfcheninfektion, d.h. durch Husten oder Niesen oder durch 2. Schmierinfektion, wenn wir in die Hand husten und dann unbewusst andere Flächen anfassen.

2. Warum ist Grippe eine Winterkrankheit?

Grippeviren brauchen kühle Temperaturen, um sich gut auszubreiten. Wenn im Win-ter viele Menschen in einem Raum versammelt sind, verläuft die Übertragung relativ schnell.

3. Gibt es auch Leute, die nicht geimpft werden dürfen?

Wer eine fieberhafte Erkrankung oder akute Infektion hat, muss erst einmal gesund werden, bevor er sich impfen lässt. Es gibt Personen, die gegen bestimmte Bestand-teile des Impfstoffes (z.B. Hühnereiweiß) allergisch sind. Auch beim Impfstoff für Kinder und Jugendliche gibt es Einschränkungen, z.B. bei Asthma. Hier kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Ihnen weiterhelfen.

4. Ich habe die Impfung im Herbst vergessen. Was nun?

Das macht nichts, auch eine spätere Impfung kann noch sinnvoll sein, besonders, wenn die Grippewelle noch nicht kursiert. Übrigens: Grippeimpfungen kann grund-sätzlich von jeder Ärztin und jedem Arzt durchgeführt werden – in der Regel vom All-gemeinmediziner oder in kinder- und frauenärztlichen Praxen. Auch einzelne Ge-sundheitsämter nehmen die Impfung vor oder der Arbeitgeber bietet sie im Betrieb an.

5. Kann die Impfung Grippe auslösen?

Normalerweise nicht, denn sie enthält keine vermehrungsfähigen Erreger. Es können aber Symptome wie Frösteln, Müdigkeit, Übelkeit oder Muskelschmerzen auftreten. Diese verschwinden aber nach spätestens 3 Tagen wieder.

6. Warum sollte sich medizinisches Personal gegen Grippe impfen lassen?

Die Impfung medizinischen Personals dient dem persönlichen Schutz und dem der Patienten. Mitarbeiter medizinischer Institutionen begegnen täglich vielen Menschen mit direktem Kontakt. Daher hat diese Berufsgruppe ein erhöhtes Risiko, an einer Grippe zu erkranken und gleichzeitig andere Patienten anzustecken – besonders bei älteren Menschen kann das gefährliche Auswirkungen haben.

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