Hinschauen und einschreiten

Konflikt im Job? Reden Sie darüber!

Wo Menschen zusammenarbeiten, bleiben Konflikte nicht aus. Persönliche Angriffe, Intrigen, Schikanen bis hin zu Mobbing und Ausgrenzung bedeuten für die Betroffenen Stress bis hin zum Burnout.

Kennen Sie den Spruch: „Aus einer Mücke einen Elefanten machen“? Bei Konflikten ist es ähnlich. Am Beginn ist es eine Mücke, später ein Eisberg. Kommt es zum Streit, sollte dieser grundsätzlich so früh wie möglich gegenüber dem anderen angesprochen werden. Schweigen, Schlucken und Verdrängen sind bei schwelenden Konflikten falsch.

 

Nur eine Aussprache kann den Kreis durchbrechen

Am besten sachlich, konkret und unter vier Augen. So lassen sich mögliche Missverständnisse schneller ausräumen und der andere weiß, welches Verhalten als unangenehm empfunden wird.
Wartet man zu lange mit einer Aussprache, besteht die Gefahr, dass sich viel Ärger aufstaut und irgendwann aus einer Nichtigkeit heraus entlädt.

 

Konfliktebenen:

1. Am Anfang können beide Konfliktparteien noch gewinnen (win-win).
2. In der zweiten Ebene verliert eine Partei, während die andere gewinnt (win-lose).
3. Bei einer weiteren Eskalation verlieren am Ende beide Parteien (lose-lose).


Schwieriger wird eine Lösung, wenn es sich um gezieltes Mobbing handelt. Laut dem Mobbing-Report, einer repräsentativen Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, werden drei von 100 Beschäftigten am Arbeitsplatz gedemütigt, verleumdet, beleidigt, an ihrer Arbeit gehindert, seelisch zermürbt oder körperlich bedroht.

 

Die Zahl der Täter nimmt in der Regel zu, je länger das Mobbing andauert. Daher ist es so wichtig, es direkt im Ansatz zu ersticken.

 

Hilft das Gespräch mit den betreffenden Kollegen nicht weiter, sollten die nächsten Vorgesetzten eingeschaltet werden. Liegt das Problem an ihnen, kann man sich an den nächsthöheren Chef wenden oder auch an die Personalvertretung beziehungsweise an den Betriebsrat.

 

Für Vorgesetzte gilt: Sie sollten offen und lösungsorientiert mit Konflikten umgehen und eindeutig Position gegen Mobbing beziehen. Bei Bedarf sollte auch Hilfe von außen genutzt werden, zum Beispiel durch eine Mediation.

 

Wie können Sie riskante Gesprächssituationen meistern?

Indem Sie die Eskalation von Konflikten vermeiden. Nur so nehmen Sie den Druck aus der Situation und ersticken die Angriffslust des Anderen. Für solche Situationen haben Gesprächsexperten eine Methode entwickelt, die in ruhigeres Fahrwasser zurückführt. Sie heißt kurz „LIMO“ – als Merkwort für eine wirkungsvolle Antwortstruktur aus nur vier Sätzen. Die vier Antwortsätze sorgen zuverlässig dafür, dass sich der Gesprächspartner erst einmal entspannt. Das kostet Sie weniger als eine Minute. Sie schaffen damit den Übergang in die sachliche Gesprächsebene.

 

 

Lob formulieren und auf persönliche Anschuldigungen verzichten

 

Beispiel: „Danke, dass Sie das so offen ansprechen.“

 

 

Interesse zeigen und Perspektive der Gegenseite nachvollziehen

 

Beispiel: „Ich verstehe sehr gut, was Sie meinen.“

 

 

Mangel einräumen und ergebnisoffenen Austausch fördern

 

Beispiel: „Wir alle haben ja unsere Stärken und genauso unsere Schwächen.“ oder „Was genau ist passiert?“

 

 

Offene Frage stellen

 

Beispiel: „Wie sollen wir damit umgehen? Wir können ja jetzt nicht einfach wegschauen. Wo sehen Sie eine Lösung? Womit sollten wir anfangen?“

 

 

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Luisa Knoop
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